Warum es keinen Pauschalpreis pro Quadratmeter gibt
Zwei Wohnungen mit 70 Quadratmetern können sich im Aufwand um den Faktor drei unterscheiden: eine aufgeräumte Zweizimmerwohnung im Erdgeschoss gegenüber einer vollgestellten Wohnung im vierten Obergeschoss ohne Aufzug, mit Kellerabteil und Dachbodenanteil.
Wer trotzdem am Telefon einen Quadratmeterpreis nennt, kalkuliert einen Sicherheitsaufschlag ein – oder korrigiert später nach oben. Beides ist für Angehörige unangenehm, die ohnehin unter Zeit- und Entscheidungsdruck stehen.
Wir arbeiten deshalb anders: kostenlose Besichtigung vor Ort, dann ein Festpreis, der den vereinbarten Umfang abdeckt. Seit 2004 und mit eigenen Sprintern sowie eigenen Containern je nach Menge lässt sich der Aufwand nach einer Besichtigung sehr genau einschätzen – das ist die Grundlage dafür, dass der Preis hält.
Die fünf Faktoren, die den Preis bestimmen
In der Kalkulation wirken immer dieselben Größen zusammen. Wenn Sie diese kennen, können Sie Angebote sachlich vergleichen – und erkennen, wo Einsparpotenzial liegt.
- Größe und Anzahl der Räume – inklusive Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus
- Füllgrad und Zustand: normal möbliert, stark vollgestellt oder verwahrlost
- Zugang: Etage, Aufzug, Treppenhausbreite, Halteverbot und Entfernung zum Fahrzeug
- Verhältnis von Verwertung zu Entsorgung – und der Anteil an Sondermüll
- Zusatzleistungen: Demontage von Küche, Böden oder Einbauten, Endreinigung, Kleinreparaturen
Was den Preis senkt – und was ihn erhöht
Preissenkend wirkt vor allem Verwertbares: gut erhaltene Möbel, Antiquitäten, Uhren, Werkzeug, Maschinen oder Instrumente werden angerechnet. Auch ein ebenerdiger Zugang, eine kurze Wegstrecke zum Fahrzeug und ein früh vereinbarter Termin ohne Eilzuschlag wirken sich günstig aus.
Preistreibend ist der Entsorgungsanteil. Farben, Lacke, Chemikalien, Altreifen, Elektrogeräte, Matratzen oder Dämmmaterial müssen getrennt und nachweisbar entsorgt werden – das kostet Deponiegebühr und Zeit. Ebenso wirken enge Treppenhäuser, fehlende Halteverbotszonen und stark verwahrloste Objekte, die Schutzausrüstung erfordern.
Nicht sparen sollten Sie an der Dokumentation: Eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesenem Lohnanteil ist Voraussetzung dafür, dass Sie einen Teil der Kosten steuerlich geltend machen können.
- Senkend: Wertanrechnung, ebenerdiger Zugang, flexible Terminwahl
- Erhöhend: Sondermüll, Elektroschrott, enge Treppenhäuser, Eiltermin
- Erhöhend: Verwahrlosung, Ungezieferbefall, notwendige Schutzausrüstung
- Immer sinnvoll: Rechnung mit ausgewiesenem Lohnanteil
So entsteht Ihr Festpreis
Ablauf in der Praxis: Sie melden sich telefonisch oder über das Formular, wir stimmen einen Besichtigungstermin ab – meist innerhalb weniger Tage. Bei der Besichtigung gehen wir alle Räume durch, klären, was bleibt, prüfen Verwertbares und besprechen Zusatzleistungen.
Anschließend erhalten Sie ein schriftliches Festpreisangebot mit Leistungsumfang, Terminvorschlag und ausgewiesener Entsorgung. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich; wenn Sie sich anders entscheiden, entstehen keine Kosten.
Bei Erbengemeinschaften stellen wir das Angebot so aus, dass es allen Miterben als Entscheidungsgrundlage dienen kann – das erspart Rückfragen und Nachverhandlungen.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick aus der Praxis und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Für mietrechtliche und steuerliche Fragen sind Rechtsanwalt beziehungsweise Steuerberater zuständig.